{"id":257,"date":"2023-06-16T21:34:33","date_gmt":"2023-06-16T19:34:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hans-kindermann.de\/?page_id=257"},"modified":"2023-06-21T08:47:40","modified_gmt":"2023-06-21T06:47:40","slug":"vita","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.hans-kindermann.de\/?page_id=257","title":{"rendered":"Vita"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hans-kindermann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/KindermannDrFeier-767x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-260\" width=\"384\" height=\"512\" srcset=\"http:\/\/www.hans-kindermann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/KindermannDrFeier-767x1024.jpg 767w, http:\/\/www.hans-kindermann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/KindermannDrFeier-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.hans-kindermann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/KindermannDrFeier-768x1025.jpg 768w, http:\/\/www.hans-kindermann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/KindermannDrFeier.jpg 807w\" sizes=\"auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hans Kindermann beim plastischen Portr\u00e4tieren, 1930er-Jahre. Foto: N.N., Nachlass HK<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1911-1935 <\/strong> <strong>MAINZ<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der  am 21. Mai 1911  in Mainz geborene K\u00fcnstler w\u00e4chst in seiner Heimatstadt auf. Er gilt fr\u00fch als k\u00fcnstlerisch begabt. Deshalb besuchte er nach dem Schulabschluss ab 1925 die Kunst- und Gewerbeschule Mainz. Auf sein Examen  als \u201eInnenarchitekt\u201c folgt eine erste freie k\u00fcnstlerische Selbstst\u00e4ndigkeit, unterbrochen von einigen zeitlich begrenzten T\u00e4tigkeiten in Bereich Innenarchitektur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von 1933 an, bis wohl Anfang 1935, ist Hans Kindermann in einer Ateliergemeinschaft mit weiteren Mainzer K\u00fcnstlern t\u00e4tig. Dies geht aus Presseberichten hervor. In einem ehemaligen Geb\u00e4ude der Kunstschule, das von der Vereinigung der Mainzer Handwerker \u00fcbernommen worden war, wird diesen zu guten Konditionen eine Arbeitsm\u00f6glichkeit einger\u00e4umt. Ein historisches Foto aus dieser Phase aus dem Nachlass des K\u00fcnstlers, das auf der Startseite des Webauftritts zu sehen, macht deutlich, dass sich der K\u00fcnstler bis dahin noch nicht zwischen Malerei und Bildhauerei entschieden hat. <br>In das Jahr 1933 f\u00e4llt auch die erste Verheiratung Kindermanns. Am 11. M\u00e4rz 1933 ehelicht er die T\u00e4nzerin Barbara Elisabeth \u2013 genannt Elsa \u2013 Flaig (1912-1996). Kurz darauf, am 9. Mai 1933, wird seine erste Tochter Wanda geboren. Die Ehe ist nicht von Dauer, sie wird am 20. Januar 1936 wieder geschieden. Dem ging ab 1935 eine r\u00e4umliche Trennung voraus, denn der K\u00fcnstler zog alleine nach D\u00fcsseldorf, um eine akademische k\u00fcnstlerische Ausbildung anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1935-1940 D\u00dcSSELDORF<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Wechsel nach D\u00fcsseldorf  an die Kunstakademie f\u00e4llt f\u00fcr Hans Kindermann die  Entscheidung f\u00fcr die Gattung Bildhauerei.  Er tritt im Sommersemester 1935 in die Klasse des schweizerischen Bildhauers Alexander Zschokke (1894-1981) ein. Zu diesem Zeitpunkt waren die durch das nationalsozialistische Machtsystem vollzogenen institutionellen wie auch personellen Ver\u00e4nderungen bereits vollzogen. Auf die Entfernung des dem Expressionismus eng verbundenen Direktors Walter Kaesbach 1933 ist die Entlassung von insgesamt 16 Professoren gefolgt, u.a. Heinrich Campendonk (1889-1957), Paul Klee (1879-1940), Ewald Matar\u00e9 (1887-1965) und Oskar Moll (1875-1947). An der Akademie verbleiben bis 1937 Zschokke und Heinrich Nauen (1880-1940).<br>Mit Alexander Zschokke  &#8211; ein bildhauerischer Autodidakt &#8211; hat Kindermann einen vom fig\u00fcrlichen Expressionismus gepr\u00e4gten Lehrer, den aber auch die klassizistische Kunstauffassung des George-Kreise im Berlin der 1920er-Jahre pr\u00e4gte. Sein Unterricht beinhaltete vor allem Antiken- und Naturstudium, was die Grundlage f\u00fcr die Entwicklung eines autonomen Werks der Studierenden bilden soll. <br>Vor seinem freiwilligen Ausscheiden aus dem Dienst 1937 ernennt Zschokke Kindermann zum Meistersch\u00fcler. F\u00fcr den jungen K\u00fcnstler schlie\u00dft sich eine zweite Phase der k\u00fcnstlerischen Selbstst\u00e4ndigkeit an. Diese ist von Portr\u00e4t-(Auftr\u00e4gen) und Figurendarstellungen gepr\u00e4gt und zeugt von einem intensiven Bem\u00fchen, eine pers\u00f6nliche bildhauerische Sprache zu entwickeln. Seine auf zeitgen\u00f6ssischen Fotografien \u00fcberlieferten Arbeiten, die im Nachlass zu Tage traten, weisen eine enge Bindung an die moderne fig\u00fcrliche Bildhauerei auf.<br>In die sp\u00e4ten 1930 Jahre fallen bei Hans Kindermann erneut private Ver\u00e4nderungen. Er heiratet am 9. Mai 1940 in D\u00fcsseldorf die Malerin Grete Krahl, die in der Klasse von Heinrich Nauen studierte. Am 20. September 1940 wird der erste gemeinsame Sohn Hans Joachim geboren, der den Spitznamen &#8222;Stropp&#8220; tr\u00e4gt.<br>Hans Kindermann schlie\u00dft sich dem sogenannten &#8222;Chronometer&#8220;-Kreis an, einem regelm\u00e4\u00dfigen Treffen von K\u00fcnstlern in der gleichnamigen D\u00fcsseldorfer Gastst\u00e4tte. Die Teilnehmer sind vom malerischen Expressionismus in der Nachfolge ihrer Lehrer an der D\u00fcsseldorfer Akademie ( Nauen und Campendonk) gepr\u00e4gt . Der Gruppe geh\u00f6ren u.a. Bruno Goller (1901-1998), G\u00fcnter Grote (1911-185), Jupp R\u00fcbsam (1896-1976), Ferdinand Macketanz ( (1902-1970) und Ludwig Gabriel Schrieber (1907-1975) an. Sie sollten auf unterschiedliche Weise das nachfolgende Leben Kindermanns noch kreuzen bzw. beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kriegseinsatz und Kriegswirren  1940-1943<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einberufung zum Kriegsdienst bei der Wehrmacht sorgt f\u00fcr eine Z\u00e4sur im Leben und Werk von Hans Kindermann. Wenige Wochen nach der Geburt des Sohns wird er eingezogen. Vom 26. November 1940 bis zum 6. April 1941 wird er in seinem Pionier-Batalion zur Truppenunterst\u00fctzung an der Kanalk\u00fcste eingesetzt.  Ab 22. Juni 1941 geh\u00f6rt Kindermann zu den am Ostfeldzug beteiligten Wehrmachtssoldaten. Am 10. Oktober 1941wird der Bildhauer bei Turyshkino durch eine Granate verletzt und in die Heimat zur\u00fcckgef\u00fchrt. Er gelangt \u00fcber ein zu Sulz am Neckar geh\u00f6riges Lazarett in Bad Imnau im Januar 1942 ins Lazarett nach Singen. Hier kommt es zur ersten Begegnung mit dem ehemaligen Akademiedirektor Walter Kaesbach, den Kindermann in seiner Studienzeit nicht getroffen hat. Die Vermittlung hatte Ludwig Gabriel Schrieber \u00fcbernommen. Von Singen wird Kindermann im Mai 1942 nach Freiburg verlegt, wo ihm das linke Bein auf H\u00f6he des Oberschenkels amputiert wird. Am 21. Oktober 1943 wird Hans Kindermann aus der Deutschen Wehrmacht entlassen.<br>Grete Kindermann und ihr Sohn folgen Kindermann im Dezember 1942 nach S\u00fcddeutschland. Auf Vermittlung von Walter Kaesbach kommt sie bei dem K\u00fcnstlerehepaar Ilse (1904-1979) und Jean-Paul Schmitz (1899-1970) in Friedberg im Hotzenwald unter. Der zweite Sohn der Kindermanns Georg Michael kommt am 4. Mai 1943 in S\u00e4ckingen zur Welt. Das Atelier und die Wohnung in D\u00fcsseldorf wird 1942 bzw. 1943 durch Fliegerangriffe zerst\u00f6rt. Das gesamte Fr\u00fchwerk geht dadurch verloren. Im September 1943 ziehen das Ehepaar und die zwei Kinder nach Freiburg im Breisgau um, wo sie eine Wohnung bekommen. Sie verlassen die Stadt gl\u00fccklicherweise vor dem 27. November 1944 wieder, als die Freiburger Innenstadt fast v\u00f6llig zerst\u00f6rt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1942 &#8211; 1957 auf der H\u00d6RI AM BODENSEE<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Katastrophe entkommt der Bildhauer mit seiner Familie, das sie wohl im September 1944 auf die H\u00f6ri am Bodensee umsiedeln. Ferdinand Macketanz soll Hans Kindermann zum Umzug \u00fcberredet haben.  Er geh\u00f6rt zu einer ganzen Reihe von D\u00fcsseldorfer K\u00fcnstlern, die Walter Kaesbach in die N\u00e4he der Schweizer Grenze gefolgt waren. Diese Gruppe, der schlie\u00dflich als einziger Bildhauer auch Kindermann dann angeh\u00f6rt, geht als die H\u00f6ri-K\u00fcnstler in die Kunstgeschichte ein. Kaesbach hat die Familie Kindermann schlie\u00dflich ihre Unterkunft zu verdanken, das Haus am See, ein Wochenend- und Feriendomizil des Ravensburger Architekten Heinrich Wurm (1895-1984) am Ufer zwischen Hemmenhofen und Gaienhofen. Sie leben dort unter einem Dach mit dem wesentlich \u00e4lteren ehemaligen &#8222;Br\u00fccke&#8220;-K\u00fcnstler Erich Heckel  (1883-1970) und seiner Frau Siddi, die zur\u00fcckgehend auf die Berliner Zeit Kaesbachs zu diesem seit 1910 Kontakt pflegen.<br>1944 setzt der k\u00fcnstlerische Neuanfang Kindermanns an. \u00dcber die Zeichnung kehrt er zur\u00fcck zur Bildhauerei. Er kn\u00fcpft mit Portr\u00e4t- und Figurendarstellungen an sein Vorkriegswerk an und setzt sich mehr als zuvor mit der modernen fig\u00fcrlichen Bildhauerei im Stile der Plastik vor 1933 auseinander. \u00dcber eine zunehmende Statuarik seiner Figuren gelangt er in Auseinandersetzung auch mit den expressionistischen Skulpturen Heckels, die im Haus am See pr\u00e4sent sind, bis 1953 zu einem aktualisierten Figurenbild, das mit dem klassischen Vorbild bricht und der Reduktion der Nachkriegs\u00e4sthetik entspricht. Mit Walter Kaesbach und Erich Heckel als Mentoren gelingt Kindermann der Neubeginn. Er ist in den wichtigsten Ausstellungen der Nachkriegszeit in S\u00fcddeutschland bis in die fr\u00fchen 1950er-Jahre vertreten.<br>Am 27. August 1949 komplettiert Tochter Christine die Familie Kindermann. Doch kurze Zeit sp\u00e4ter folgt ein schwerer Schicksalsschlag. 1951 ertrinken Grete Kindermann und ihr Sohn &#8222;Stropp&#8220; im Untersee.  Diese dramatisch ver\u00e4nderte Lebenssituation veranlasst Kindermann, sein bislang ausschlie\u00dflich autonomes k\u00fcnstlerisches Werk abzubrechen und sich um \u00f6ffentliche Auftr\u00e4ge zu bem\u00fchen, die im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Gro\u00dfplastiken versprechen. Erste Arbeiten im \u00f6ffentlichen Raum entstehen in Singen und Radolfzell. Doch der K\u00fcnstler strebt in eine in diesem Bereich lukrativere Gegend. Seit 1947 bem\u00fchte er sich nach D\u00fcsseldorf zur\u00fcckzukehren, nun nimmt er intensiver Kontakte dorthin auf. Unterst\u00fctzt wird er dabei von Macketanz, der inzwischen eine Professur an der D\u00fcsseldorfer Akademie hat.<br>Zwei Brunnen-Auftr\u00e4ge f\u00fcr Industrieunternehmen und ein Relief f\u00fcr einen Schulneubau bringen erste Erfolge. Kindermann pendelt zunehmend zwischen D\u00fcsseldorf und Bodensee, wo die Familie weiterhin zuhause ist. Inzwischen heiratet er Ilse Szubinski (1919-1986), die eine Tochter mit in die Ehe bringt. Kaum holt er die Familie nach D\u00fcsseldorf nach, erh\u00e4lt er einen Ruf nach Karlsruhe an die Staatliche Akademie der Bildenden K\u00fcnste. 1960 l\u00e4sst sich das Ehepaar Kindermann bereits wieder scheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1957-1977 KARLSRUHE<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bildhauerei-Professor Karl Trummer (1906-1957) stirbt 1957 \u00fcberraschend, Kindermann wird von Heckel, der an der Akademie seit 1947 lehrte, als Nachfolger ins Spiel gebracht.  Noch im gleichen Jahr \u00fcbernimmt er die Bildhauer-Klasse, 1959 wird er zum Professor ernannt. Neben seiner Lehrt\u00e4tigkeit und ab 1963 bis 1973 auch seinem Rektoramt, widmet sich der K\u00fcnstler weiter vor allem der Plastik im \u00f6ffentlichen Raum. Einen internationalen Auftritt hat er 1958 auf der Weltausstellung in Br\u00fcssel, wo er im Auftrag der Bundesrepublik ein Brunnenensemble f\u00fcr den Deutschen Pavillon gestaltet. Ein monumentales Bronzerelief f\u00fcr Mannheim begleitet seine k\u00fcnstlerische Arbeit wie auch eine Monumentalplastik f\u00fcr den Campus der Karlsruher Universit\u00e4t. Von der abstrahierenden Figurendarstellung gelangt er dabei zu einer vom Fig\u00fcrlichen abgeleiteten zunehmenden Abstraktion, die in &#8222;Terra et mundus&#8220; f\u00fcr die Karlsruher Universit\u00e4t ihren Abschluss findet. <br>Im Kunstbetrieb schlie\u00dft er auf zu den namhaften Repr\u00e4sentanten der Plastik in der Bundesrepublik auf. Nicht nur in Br\u00fcssel 1958, sondern auch in Baden-Baden 1959 zeigt er sich neben Bernhard Heiliger (1915-1995), Karl Hartung (1908-1967) und Fritz Koenig (1924-2017). <br>Noch einmal strebt er nach D\u00fcsseldorf. 1961 bewirbt er sich um die Nachfolge von Ewald Matar\u00e9, unterst\u00fctzt wird er dabei von Ferdinand Macketanz und G\u00fcnter Grote, der mittlerweile ebenfalls an die Kunsthochschule berufen wurde. Der Matar\u00e9-Sch\u00fcler Joseph Beuys erh\u00e4lt die Professur, eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung f\u00fcr Kindermann.<br>Das Jahr 1968 bringt f\u00fcr den Bildhauer eine erneute Wendung: Er heiratet die \u00c4rztin Yvonne-Maria Allison (1941-2005) und gr\u00fcndet nochmals eine Familie. 1969 kommt Tochter Natascha zur Welt, 1972 der j\u00fcngste Sohn Caspar. An der Akademie ist er als Rektor die Zielscheibe der studentischen Protest, gleichzeitig erh\u00e4lt er einen erneuten Auftrag der Bundesrepublik Deutschland, er gewinnt den Wettbewerb um die k\u00fcnstlerische Ausgestaltung des Sitzungssaales des Bundesverfassungsgerichts (BVG) in Karlsruhe. Das h\u00f6lzerne Adlerrelief, das 1968\/69 entstand, macht seine Arbeit in ganz Deutschland bekannt. Die teilweise abstrahierende Figuration der Darstellung f\u00fchrt ihn zur\u00fcck zum Naturstudium und zu seiner Figuration der Nachkriegszeit. Er bricht mit der Abstraktion  und arbeitet f\u00fcrderhin ausschlie\u00dflich figurativ. F\u00fcr den K\u00fcnstler gleicht dies einem Bekenntnis zur Fig\u00fcrlichkeit, zu seinen Urspr\u00fcngen und der expressionistischen Plastik. Seine k\u00fcnstlerische Wahrnehmung in der \u00d6ffentlichkeit bleibt anschlie\u00dfend darauf beschr\u00e4nkt.<br>Die plastischen Portr\u00e4ts von vier befreundeten Professorenkollegen markieren den Stilwandel, der erstmals auf religi\u00f6se Motive \u00fcbertragen wird, als er 1972 in Assamstadt die katholische Kirche St. Kilian plastisch ausgestaltet. 1972 zieht die Familie Kindermann auch nach Gleishorbach in der S\u00fcdpfalz, wo der K\u00fcnstler sich in der ehemaligen Dorfschule ein Atelier einrichtet, das er nach seinem Eintritt in den Ruhestand bis zu seinem Lebensende nutzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1977-1997<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Emeritierung 1977 markiert den Beginn des Sp\u00e4twerks des Bildhauers. Wohnen und Arbeiten finden in der famili\u00e4ren Umgebung statt. Die Familienmitglieder bestimmen seine figurativen Motive und geben Anlass zu Farb- und Materialexperimenten. Sein letzter gro\u00dfer \u00f6ffentlicher Auftrag ist der &#8222;Entenfangbrunnen&#8220; im Karlsruher Stadtteil M\u00fchlburg 1979. Der R\u00fcckzug ins Private wird f\u00fcr den K\u00fcnstler zum Ausdruck v\u00f6lliger Unabh\u00e4ngigkeit vom Kunstbetrieb. In Ausstellungen ist er vornehmlich im retrospektiven Kontext vertreten, in Erinnerungsausstellungen an die ersten Nachkriegsschauen. Eine seiner letzen Arbeiten ist ein Selbstportr\u00e4t, das einzige in seinem gesamten bildhauerischen Werk. Es gleicht einem k\u00fcnstlerischen Verm\u00e4chtnis.<br>Am 11. Mai 1997 stirbt Hans Kindermann in Gleishorbach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans Kindermann beim plastischen Portr\u00e4tieren, 1930er-Jahre. Foto: N.N., Nachlass HK 1911-1935 MAINZ Der am 21. Mai 1911 in Mainz geborene K\u00fcnstler w\u00e4chst in seiner Heimatstadt auf. Er gilt fr\u00fch als k\u00fcnstlerisch begabt. 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